Der Lichterwald




Weit ab der letzten menschlichen Siedlungen, dort wo keine Straße sich mehr durch die mächtigen Wälder schlängelt, dort wo nur schmale Wildpfade noch zu finden sind, schmiegt sich ein dichter Nebel wie ein geisterhafter Vorhang zwischen die Bäumen und verschlingt sogar die schmalsten Pfade. Selbst der mutigste Wanderer wäre schon längst umgekehrt. Doch jene, die auserwählt sind, werden von einer unsichtbarer Macht durch den Nebel geführt, an dessen anderem Ende sie ein uralter und gesunder Wald erwartet, in dem einst der Frühling ewig herrschte. Doch Nichts bleibt ewig, und so ist nun auch der Lichterwald den Jahreszeiten unterworfen. Irrlichter und Vogelgesang begleitet die Mutigen, die Gaia zu sich gerufen hat. Weit in der Ferne erhebt sich ein riesiger Berg, dessen Spitze sich Großmutter Mond entgegen streckt. An seinem Fuße sieht man Licht und der Wind trägt Musik, Gesang, Gelächter, aber auch das Heulen und Knurren der Wölfe herüber. Folgt man dem Pfad, so erreicht man eine Ansammlung von Hütten, deren Bewohner sich in der Mitte an einem großem Feuer versammelt haben. Jedem vom Geblüt der Garou erfüllt an diesem Ort das Gefühl von Heimat. Und einigen wenigen mag vielleicht ein flüchtiger Blick auf ein helles Geweih vergönnt, wenn das Totem der Septe den Neuankömmling betrachtet, der das Wagnis auf sich nahm seinen Fuszlig; auf diesen Boden zu setzten...
Willkommen im Wald der Lichter...




Die Septe "Der Lichterwald" ist ein riesiger, alter Wald, geschützt durch einen Feenring, der sich als schier undurchdringlicher Nebel zeigt. Früher herrschte hinter dem Nebel immer Frühling, auch wenn es ausserhalb des Feenrings tiefster Winter war. Dieser Zustand hatte seine Wurzel aus der Zeit, als dieses Land noch von Feen bevölkert war. Doch die Feen verschwanden und als der Caern an diesem Ort ins Leben gerufen wurde, ward der Frühling zum festen Bestandteil des Caerns. Dann jedoch fing die Feenmagie an, zu verblassen. Der Schützgürtel der Feen konnte die Tänzer und andere Kreaturen des Wyrm nicht mehr aufhalten. Erst nach vielen blutigen Schlachten und langer Suche, fanden die Garou die Möglichkeit, die Magie der Feen zu erneuern. Seither ist auch der Lichterwald den vier Jahreszeiten unterworfen. Mehrere schmale Pfade führen aus dem Wald zum Mittelpunkt der Septe, das große Feuer, um welches immer einige der Bewohner dieses Ortes versammelt sind. Rundherum stehen die Behausungen der vielen verschiedenen Wesen. Die meisten Hütten gleichen sich, einige aber sind recht auffällig.



Wie zum Beispiel die Hütte, aus deren Holz Rosenblüten wachsen und erblühen, einst von Celith erschaffen, war sie ein Geschenk an ein Kinfolk. Diese Hütte steht jedoch seit langer Zeit leer.

Dann gibt es da die kleine mossbewachsene Hütte, deren eine Wand ein Baum ist. Ohne sie zu verletzten hat man die Linde zum Teil der Hütte gemacht. Dort wohnt der Righ der Septe Yorn Irrlichtauge.



Ein kleines Stück abseits steht eine kleine und sehr schäbige Hütte. Das Holz ist verwittert und macht den Eindruck, als würde die Hütte nicht mehr lange stehen. Aus den zersplitterten Fenstern wehen zerissene Vorhänge und die drei kleinen Stufen vor der Tür sind schon sehr ausgetreten, dort wohnt Tanis Finsterblick. Der Einzelgänger und Außenseiter der Septe.

Inmitten der anderen Hütten steht dann noch eine kleine Hütte, angelehnt an den Stamm einer alten Kastanie mit ausladenen Ästen, die ganz und gar mit Efeu überwuchert ist. Nur die kleinen, schmutzigen Fenster, die niedrige Tür, sowie der Boden der Veranda und die beiden Stufen, sind nicht bewuchert. Überall hängen kleine Talismane, Traumfänger und ähnliche Gebilde ganz im Stil der Theurgen des Uktena- und Fiannastammes. Alle sind aus natürlichen Dingen gefertigt. Hier wohnt die Ritenmeisterin Jimena Mondstaub.



Eine sehr längliche Hütte stellt die Vorratshütte dar, welche sogar eine Art Keller hat. Dort ist es kühl und Fässer und leicht verderbliches ist hier gelagert. Doch nicht nur Nahrungsmittel sind hier zu finden, auch Felle, Decken, Stoffe, Leder, Handwerkszeug und ähnliches. An der Tür der Hütte gibt es zwar eine Kette und ein Schloss, aber es ist nie abgeschlossen. Neben der Vorrathütte gibt es noch einen aus Stein gebauter Räucherofen.

Zwischen all den Hütten führt ein Weg auf den Berg Zum Heiligtum dieses Ortes, doch nur die Theurgen der Septe haben Zutritt zu jenem Ort und wissen um das Innere!



Ein gutes Stück abseits der ganzen Hütten stehen die Schmiede von Steven Masters und die Brennerei, die sich Lunamee Sternenauge direkt daneben eingerichtet hat.

Zu guter Letzt gibt es noch das Tippi von Lunamee am See, den man vom Feuer aus sehen kann und der an einer Seite von fast hüfthohem Gras bewachsen ist, das dann im Wasser zu Schilf überwechselt. Hier stehen auch drei große Trauerweiden am Ufer, dessen Äste teilweise bis zum Boden oder ins Wasser reichen.



Nicht weit weg vom See gibt es auf einer Wiese noch einen Steinkreis, der meist als Ritualplatz genutzt wird. In der Mitte erhebt sich ein großer Felsen, an dem viele Glyphen zu sehen sind, vor allem die der Totem und Geister.

Südlich, sehr tief im Wald gelegen und kaum bekannt liegt noch eine Ruine verborgen. Ein letztes Relikt aus der Zeit, als Feen noch hier lebten. Überwachsen von blühenden Schlingpflanzen schläft hier ein Stück Märchenwald. Ein altes verlassenes Feenschloß an einem Wasserfall. Doch diesen Ort finden und betreten nur die Wenigsten.



Caernstufe: 5
Todesgürtelwert: 2
Schutzgürtelweite: 10 km²
Mondbrückenweite: 25 000 km
Aspekte: Frühling; Lichter, Wiedergeburt
Caerntotem: Hirsch